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Aus
der Geschichte der
hannoverschen Radrennbahn
Die Radrennbahn Hannover ist 333,3 Meter
lang und hat eine Fahrfläche von 6,5 Meter Breite. Die Kurvenüberhöhung beträgt 49
Grad. Die Fahrfläche ist aus afrikanischem Hartholz. Die Radrennbahn Hannover gehörte
viele Jahre zu den schnellsten Pisten in der Welt.
Die Radrennbahn Hannover wurde am 24. Mai
1965 mit einer großen Einweihungsfeier vom damaligen hannoverschen Ober-Bürgermeister
August Holwege eröffnet. Vor 1800 Zuschauern gewann den ersten Wettbewerb, den
internationalen Sprinterpreis von Hannover, der Nationalfahrer und Deutsche Meister Willi
Fuggerer. Die Tribüne, die für 1500 Zuschauer ausgelegt war, war viel zu klein.
Auszug aus damaligen
Presseberichten:
Mit einem gut besetzten Fahrerfeld wurde die neue
Radrennbahn Hannovers freigegeben, und die ersten Runden der Sprinter ließen schon
erkennen, wie schnell die Bahn ist. Der internationale Sprinterpreis der Landeshauptstadt
Hannover stand im Mittelpunkt. Als Joseph Kratina aus der CSSR im ersten Wertungslauf aus
der letzten Position förmlich an die Spitze sprang, glaubten viele in ihm schon den
Sieger zu sehen. Doch Willi Fuggerer aus Nürnberg wusste nun um die Stärke des Tschechen
und passte in den folgenden Läufen besonders scharf auf ihn auf. In 11,8 Sek. und 11,9
Sek. gewann Joseph Kratina die ersten beiden Läufe recht eindrucksvoll. Gespannt wartete
man auf die Entscheidung, die der 4. und letzte Lauf bringen musste. Hier versagte dann
der Tscheche kläglich. Der Schweizer Carl Heberle trat plötzlich an und hatte im Nu
einige Meter Vorsprung. Joseph Kratina, der dicht dahinter lag, wurde noch von den
nachsetzenden Fahrern stehengelassen. Der dritte Platz hinter Heberle und Jansen reichte
dem Bronzemedaillengewinner von Tokio, Fuggerer, um den Wettbewerb zu gewinnen.
Beim Punktefahren kam auch in Runde 6
der erste Sturz auf der neuen Bahn. Ausgangs der Startkurve kollidierten zwei Fahrer und
stürzten in den Innenraum. Rolf Biermann von der RSG Hannover diktierte zunächst mit
seinen langen Spurts das Geschehen, doch sein Klubkamerad Peter Szankowski besaß die
besseren Reserven und fing Biermann in der letzten Wertung noch ab. Auch im
abschließenden Mannschaftsrennen über 50 km sahen Dill/Sternbeck lange Zeit wie die
Sieger aus. Aber die belgischen Meister Seeuws/Neckebroeck nutzen 30 Runden vor Schluss
ihre Chance, als nämlich die Kölner nach Defekt von Hermann Dill das Tempo nicht
durchstanden.
Befremdend wirkte es nur für viele
Radsportinteressenten, dass sie umsonst nach Wülfel gekommen waren, sie konnten keine
Eintrittskarten (auch nicht für Geld) erhalten. Es war trotz der internationalen
Besetzung eine "interne Veranstaltung", zu der die Eintrittskarten an die
Vereine kostenlos abgegeben worden waren. Ob das der richtige Weg war, um das Interesse am
Radsport zu heben, ohne die Öffentlichkeit vorher zu unterrichten?


Ergebnisse Sprinterpreis: 1.
W. Fuggerer, 2. G. Heberle (Schweiz), 3. Jansen (Holland)
Ergebnis Punktefahren: 1. Peter Szankowski (RSG Hannover), 2. Rolf Biermann
(RSG Hannover), 3. Walter Kuhlmann (Blau-Gelb Hannover)
Ergebnis 50 km Mannschaftsrennen: 1. Seeuws/Neckebroeck (Belgien), 2.
Dill/Sternbeck (Köln), 3. Rossbach/Lingen (Köln)
Viele internationale Veranstaltungen und
Deutsche Meisterschaften wurden seither auf der Radrennbahn an der Wilkenburger Straße
ausgetragen. Seit 1967 ist der "GRAND PRIX HANNOVER" eine der herausragensten
Veranstaltungen auf der Radrennbahn Hannover. Die gesamte Weltelite der Sprinter der
vergangenen Jahrzehnte hat sich beim "Grand Prix von Hannover" ein Stelldichein
gegeben. Seit 1988 läuft auch ein "Sprinterpreis der Frauen" im Rahmen des
"GRAND PRIX".
Die erste niedersächsische
Bahnmeisterschaft auf der hannoverschen Radrennbahn 1965 litten unter Regen.
Beim Kampf um die Titel gab es die erwarteten Siege für Lutz Kleemann im 1000 m
Zeitfahren mit 1:13,3 Minuten. Peter Szankowski lieferte im Sprint die Überraschung. Der
klugfahrende Hannoveraner war in der Entscheidung von Titelverteidiger Gerd Wiemer
und seinem Vereinskameraden von der RSG Hannover, Rolf Biermann, nicht zu schlagen, ebenso
wenig wie Bernd Gotenberg und Walter Kuhlmann (Blau-Gelb) im Zweisitzerfahren. Klaus
Schellhorn hatte es gegen den ausgepumpten Kleemann leicht und wurde wiederum Meister im
Einzel-Verfolgungsfahren. Rolf Biermann, Lutz Kleemann, Martin Wollinger und Klaus Peter
Haupka von der RSG Hannover holten sich den Titel über 4000 m. Klaus Jördens
(Grün-Weiss Hannover) gewann das Titelrennen der Jugend im 500 m Zeitfahren mit 38,4
Sekunden vor Stefan Borghoff (VfV Hildesheim). Borghoff holte sich den
Jugend-Sprintertitel vor Demant.

Kleemann - Köther sen. Köther sen.
K.-H. Haupka
Daniels
K. P. Haupka
Wernicke
15. Juni 1966:
Radländerkampf gegen Italien wegen Regen abgebrochen. Die bemerkenswerteste
Leistung im Radländerkampf von Italien und Deutschland am Dienstagabend vor etwa 1200
Zuschauern war die Bahnrekordzeit von 4:32,3 Min., die der Deutsche Vierer mit Henrichs,
Linck, Kissner und Podlesch vor den Italienern mit 4:33,8 Min. für die 4000 m fuhr.
Herbert Honz gewann die 1000 m in 1:10,6 Minuten.
11. September 1966: Karl
Heinz Henrichs fuhr drei Siege heraus.
Mit drei Siegen war der Bocholter
Karl-Heinz Henrichs auf der Radrennbahn in Hannover der erfolgreichste Fahrer. Vor 800
Zuschauern gewann der Vizeweltmeister im Mannschafts-Verfolgungsfahren den Sprinterpreis
im Endlauf gegen den Deutschen Meister Klaus Kobusch, Bocholt, der dem langen Spurt seines
Vereinskameraden um Handbreite unterlag. Auf den Plätzen folgten Bernhardt
Kieser-Mannheim und Klaus Peter Haupka-Hannover. Im Tandemfahren über 2000 m waren
Henrichs/Kobusch in 11,1 Sekunden vor Haupka/Biermann erfolgreich. Im 50 km
Mannschaftsfahren siegten Henrichs/Kobusch vor Biermann/Miehe und
Kund(USA)/Kaspereit(Hannover).
7. Mai 1997: Talente sind
vorhanden Günter Kaslowski war in Hannover der erfolgreichste Fahrer. Unter
den kritischen Augen von Bundestrainer Gustav Kilian ließ der 28jährige Berliner
Kaslowski seinem Gegner keine Chance. Da konnten die guten Haupka/Biermann und
Richter/Becker (Alle Hannover) im Zweisitzer-Fahren nichts ändern. Lobend erwähnte
Gustav Kilian die aufopfernde Trainingsarbeit des früheren Fliegermeisters Werner
Potzenrheim. Was er in der kurzen Zeit geleistet hat, zeigte sich schon bei dieser
Veranstaltung, obwohl es für die Hannoveraner durch Klaus Peter Haupka im
Mannschaftsrennen nach Sechstageart nur einen Sieg gab.
Ergebnis Fliegerrennen: 1. Günter Kaslowski (Berlin), 2. Werner Kappes
(Bremen), 3. Klaus Peter Haupka (Hannover)
Zweisitzer-Fahren: 1. Barth/Kaslowski (Berlin), 2. Haupka/Biermann
(Hannover), 3. Richter/Becker (Hannover)
Punktefahren: 1. Udo Hempel (Köln), 2. Manfred Brügelmann
(Frankfurt), 3. Manfred Herms (Hannover), 4. Ernst Claußmeier (Dortmund)
Mannschaftsfahren nach Sechstageart -Großer Bahlsen-Preis: 1. Klaus
Peter Haupka/ Werner Kappes (Hannover/Bremen), 2. Ernst Claußmeier/Udo Hempel
(Dortmund/Köln), 3. Manfred und Rolf Brügelmann (Frankfurt), 4. Rolf Biermann/Alex Peter
(Hannover), 5. Gehrke/von Hacht (Hamburg)
von der ARGE ausgerichtete Deutsche Meisterschaften:
| 1967 |
Bahnmeisterschaften |
| 1975 |
Bahnmeisterschaften |
| 1977 |
Jugend- und Juniorenmeisterschaften |
| 1978 |
Derny-Meisterschaft (1. Austragung) |
| 1978 |
Omniummeisterschaft |
| 1981 |
Jugend- und Juniorenmeisterschaften |
| 1981 |
Derny-Meisterschaft |
| 1983 |
Bahnmeisterschaften |
| 1985 |
Zweier Mannschaft |
| 1987 |
Jugend- und Juniorenmeisterschaften |
| 1987 |
Derny-Meisterschaft |
| 1989 |
Derny-Meisterschaft |
| 1990 |
Zweier Mannschaft |
| 1991 |
Jugend- und Juniorenmeisterschaften |
| 1992 |
Derny-Meisterschaft |
| 1996 |
Zweier Mannschaft |
| 1999 |
Derny-Meisterschaft |
| 2000 |
Jugend- und Juniorenmeisterschaft |
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| Presseberichte
Radrennbahn Hannover 1965 bis 1969 und ...... |
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