19 | 10 | 2017

News

22.05.2017
Bundesliga Junioren 2017

2017 05 01 BLU19Frankf1 klIn lockerer Folge berichten unsere Rennsport-Junioren über ihre Erlebnisse und Erfahrungen bei den Rennen der Radbundesliga U 19 in der Saison 2017. Finn Küster, HRC Hannover, beginnt die Berichterstattung mit einem Kurzbericht vom ersten Bundesliga-Rennen der Saison am 01. Mai in Frankfurt/Eschborn. Weitere Berichte veröffentlichen wir unter Radsport/Rennsport/Radbundesliga Junioren

1. Bundesligarennen Eschborn / Frankfurt - Viel Pech - aber auch etwas Glück
Am 30.4.2017 starteten wir, Vitus Obermann, Tim Wehmeier, Niklas Gabriel, Jan Kattanek, Linus Schmiedeskamp und Finn Küster, 6 Fahrer des Bundesligateams „LV Niedersachsen“ zum ersten U19 Bundesligarennen der Saison 2017 in Frankfurt am Main.
Dort angekommen absolvierten wir nach dem Einchecken ins Hotel bei 18 Grad und strahlendem Sonnenschein eine kurze Vorbelastung am ca. 12 km langen Feldberg am Rande des Taunus, welcher auch am folgenden Tag auf den 127 Rennkilometern zu bezwingen sein sollte.


Wir wussten, dass das Rennen anspruchsvoll werden würde, fühlten uns aber gut und freuten uns auf ein interessantes, gutes Rennen bei bestem Wetter. Für Montag, 1.5.2017, war leider etwas Regen ab 14 Uhr angesagt, etwa 1 mm pro Stunde, doch unser Start war für ca. 13 Uhr angesetzt und wir hofften immer noch auf gute Wetterbedingungen.
Leider kam es dann doch etwas anders: Ab 11 Uhr begann es durchgehend zu regnen und es herrschten niedrige Temperaturen. Der Startschuss fiel wie geplant um kurz vor 13 Uhr, doch bereits wenige Meter nach dem Ziel kamen in der ersten Kurve einige Fahrer zu Fall und es folgte auf der nassen, rutschigen Straße ein Massensturz, in den vier von uns verwickelt waren. Vitus Obermann befand sich vor dem Sturz und kam somit nicht zu Fall. Auch Linus Schmiedeskamp konnte einen Sturz verhindern, wurde aber aufgehalten und musste gemeinsam mit Jan Kattanek, Tim Wehmeier, Niklas Gabriel, mir selbst (Finn Küster) und etlichen anderen Fahrer den Anschluss an das übrig gebliebene Feld wieder herstellen.

Nach wenigen Kilometern befanden wir uns alle wieder innerhalb des Hauptfeldes und konnten das Rennen weiter bestreiten. Etwa 10-15 Km vor Beginn des Feldberges rutschte ich erneut in einem Kreisel weg und verletzte mich am linken kleinen Finger. Auch meine rechte Schuhsohle brach, von mir aber zunächst unbemerkt. Ich konnte den Anschluss aber erneut herstellen und befand mich wieder im Hauptfeld. In einer Kurve kurz vor Bad Homburg stürzte auch Niklas Gabriel ein zweites Mal. Mit Schmerzen im Arm konnte er den Lenker nicht mehr sicher greifen und musste das Rennen folglich leider aufgeben. Bis zum Feldberg konnten wir übrigen fünf Fahrer uns im Feld halten und begannen gemeinsam den längsten Anstieg des Tages. Das Tempo war von Beginn an hoch und es gab einige Attacken so dass erst Linus Schmiedeskamp, dann Tim Wehmeier und kurz vor der Hälfte des Anstieges auch Vitus Obermann das Tempo nicht mehr halten konnten. Bedingt durch die gebrochene Schuhsohle konnte ich nur mit dem linken Bein effektiv treten, so musste auch ich kurze Zeit später ebenfalls abreißen lassen. Nun befand sich also nur noch Jan Kattanek im stark dezimierten Fahrerfeld.

Die Temperaturen waren extrem niedrig, Tims Garmin hat auf dem Feldberg etwa 1 Grad Celsius angezeigt, somit war die Abfahrt in nasser kurzer Hose und kurzem Trikot mit Armlingen sehr kalt und erschwerte das Bremsen. Vitus Obermann hatte großes Pech. Auf der Feldbergabfahrt hatte er einen Plattfuß. Er kämpfte sich noch einige Kilometer weiter, doch unser Materialwagen befand sich vorne bei Jan Kattanek, so dass Vitus Obermann das Rennen ohne neues Hinterrad ebenfalls aufgeben musste. Mit ihm zusammen beendete Tim Wehmeier aufgrund der extremen Witterungsbedingung ebenfalls zitternd das Rennen. Auch Linus Schmiedeskamp hatte zu diesem Zeitpunkt bereits das Rennen beendet. Wenige Kilometer weiter als Vitus Obermann und Tim Wehmeier hatte ich ebenfalls mit extremer Kälte zu kämpfen und beendete als fünfter unseres Teams ohne jede Chance, nochmal auf das Feld aufschließen zu können, stark frierend das Rennen. Zu diesem Zeitpunkt waren es noch ca. 60 km bis ins Ziel. Auch Jan Kattanek hatte in diesem Rennen mit Problemen zu kämpfen. Sein Sattel knickte ab, weshalb er nicht mehr optimal sitzen konnte. Auch er fiel mit einer kleinen Gruppe kurzzeitig zurück, konnte sich aber mit viel Einsatz und motivierenden Worten aus dem niedersächsischen Begleitfahrzeug wieder zurückkämpfen. Zusätzlich ereilten ihn starke Krämpfe. Er hatte weiterhin Probleme dem Tempo des Feldes zu folgen, konnte die Gruppe aber bis zum Schluss halten und erreichte trotz der erwähnten Probleme einen sehr guten unerwarteten 16. Platz.

Insgesamt hatten wir leider sehr viel Pech und stark mit den Witterungsbedingungen zu kämpfen, so dass nur einer von sechs Fahrern das Ziel erreichte, konnten aber immerhin durch Jan Kattanek einen starken 16. Platz für unser Team ergattern.

Finn Küster     

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